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Streitschlichter

Gemeinsam zur Win-Win-Lösung: Schüler-Streitschlichtung

Wir alle haben mal Streit, Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse, Konflikte – das ist nicht schön, aber sie gehören zum Leben dazu. Nur, wie gehen wir damit um?

An unserer Schule gibt es Schülerinnen und Schüler, die zu Streitschlichtern ausgebildet wurden. Sie helfen, mit den Streithähnen gemeinsam eine Lösung zu finden, mit der es beiden Beteiligten wieder besser geht.

 

Was wird bei einer Schlichtung gemacht, was nicht?

Ein Konflikt wird so aufgearbeitet, dass beide Seiten zufrieden aus dem Gespräch herausgehen und ihre Bedürfnisse und Absprachen in einem Vertrag festgelegt werden. Dies wird nach einer Weile überprüft. Bestraft wird nicht.

Anders als wenn ihr euch an Lehrer wendet, die oft versuchen den „Schuldigen“ zu suchen, um dann ähnlich wie ein Richter zu bestrafen (Straftext, Nachsitzen u.s.w.), geht es bei einer Schlichtung nicht darum zu besprechen, wer Schuld hat, denn beide haben Anteil an der Entstehung des Konflikts. Es geht um Klärung und Verhaltensänderung. Das Ziel ist in Zukunft wieder friedlich miteinander umgehen zu können.

 

Wann macht eine Schlichtung Sinn?

Eine Schlichtung kommt in Frage bei Alltagskonflikten wie z.B. Beleidigungen (Schimpfworte, üble Nachrede, Gesten), Bedrohungen, Sachbeschädigung und Diebstahl (Taschengeldgrenze), leichte Körperverletzung (z.B. Schubsen, Anrempeln, leichte Schläge), und bei Konflikten die schon eine längere Vorgeschichte haben und unter denen beide Beteiligte und/oder die Klassengemeinschaft leiden.

In der Regel werden nicht mehr als zwei Beteiligte geschlichtet.

Am meisten Erfolg bringt eine Schlichtung, wenn die beiden Konfliktpartner von allein kommen. Wollt ihr den Streit klären und wieder besser miteinander klarkommen? Dann nehmt euch die Zeit, sie ist es wert! Wollt ihr euch beim Lehrer „auskotzen“/petzen und wünscht euch, dass euer „Gegner“ Ärger kriegt, seht aber nicht ein, dass ihr auch am Streit beteiligt seid? Dann werdet ihr hoffentlich von diesem Lehrer zur Schlichtung geschickt. Lehrer sind keine Richter!

 

Wie könnt ihr im Moment Kontakt aufnehmen zu unseren Schlichtern? Wer ist Schlichter?

Eine Möglichkeit ist, dass ihr eure Namen, Lerngruppe und Datum in die Liste im Sekretariat eintragt. Die Schlichter kommen dann zu euch und machen mit euch einen Termin aus.

Oder ihr sprecht eure(n) Lerngruppenleiter(in) an und bittet um einen Termin. Vielleicht läuft es auch umgekehrt – euer(e) Lehrer(in) schickt euch dorthin bzw. empfiehlt euch einen Termin auszumachen.

Ihr könnt die Schüler auch direkt ansprechen. Im Moment sind 2 Schlichterinnen und 3 Schlichter an unserer Schule:

Gloria (9d), Chantal (9b), Luke (9a), Neo (9a), Joel (9a).

 

Ihr interessiert euch dafür, selbst Schlichter zu werden? Hier erfahrt ihr die Voraussetzungen:

  • Ihr solltet zu Beginn der Ausbildung mindestens im 2. Halbjahr der 6., spätestens am Ende der 8. Klasse sein.
  • Wenn ihr euch anmeldet und ausgewählt werdet, heißt das, dass ihr nach der Ausbildung bis zum Ende von LG 9 bei uns als Schlichter eingesetzt werdet. Auch gibt es hin und wieder Treffen (z.B. im Mittagsband), um Aktionen zu planen, schwierige Schlichtungen anzusprechen, Fragen zu klären, Ausbildungsinhalte aufzufrischen, in Kontakt mit den anderen Schlichtern zu bleiben. Eine regelmäßige AG gibt es im Moment nicht.
  • Ein guter Schlichter ist offen, kontaktfreudig, aufmerksam, geduldig, hat Humor, kann sich gut ausdrücken, kann sich in die Situation und Gefühle von anderen hineindenken und hat schulisch keine großen Probleme (denn es kommt vor, dass durch Schlichtungen Schulstunden verpasst werden).

 

Wir freuen uns wenn wir euer Interesse!!!